Bargeld vor dem Aus? Veränderungen in den Prozessen der Financial Supply Chain

Die Hälfte der Schweden sind sich, nach einer Studie des Svenska Dagbladet, sicher, dass wir in 20 Jahren in einer bargeldlosen Gesellschaft leben. Auch unser ehemaliger Finanzfinanzminister Hans Eichel hält das Bezahlen von Geldscheinen für ein Auslaufmodell (http://www.t-online.de/wirtschaft/zinsen/id_71097418/ex-finanzminister-eichel-haelt-bargeld-fuer-auslaufmodell.html). Da spielen die aktuellen Neuerungen wie Apple Pay sicher eine wichtige Rolle. Der Handel, aber auch die Konsumenten müssen sich auf Veränderungen einstellen. Während die Unternehmen im Allgemeinen Geschäftsverkehr die „teuren“ Bargeldkassen abgeschafft haben und auf Kreditkarten/ Purchasing Cards oder Lösungen zum Ad-Hoc Einkauf (www.compraga.de) setzen, müssen sich auch immer mehr Händler auf die Veränderungen vorbereiten. Die traditionelle Financial Supply Chain wird aufgebrochen und es entstehen neue Prozess. Dabei spielt nicht nur die Akzeptanz eine Rolle, sondern vielmehr die Abwicklung im Back Office, die Zuordnung der Zahlungseingänge und das Risiko – sprechen Sie uns an, wir freuen uns auf die Diskussionen mit Ihnen. Die aktuelle Studie vom IBI zeigt deutlich, dass Onlinehändler die Gesamtkosten von Zahlungsverfahren unterschätzen – ein ähnliche Tendenz gilt es im stationären Handel zu vermeiden.

Vermehrte Nutzung der e-Rechnung

Laut BITCOM werden elektronische Rechnungen vor allem in Wirtschaft und Verwaltung immer häufiger verwendet. Allein das neue ZUGFeRD-Format 1.0 wurde bereits 1500 Mal heruntergeladen – bislang hauptsächlich von Softwareherstellern, Unternehmen sowie der öffentlichen Verwaltung. Dass in der Einführung der elektronischen Rechnung ein großes Effizienzpotential liegt, steht mittlerweile außer Frage. Rund 70-80% der Kosten können dadurch gegenüber manueller Rechnungsbearbeitung eingespart werden. Noch beträgt der Anteil der elektronischen Rechnungen in Deutschland unter 10%. Allerdings kann man davon ausgehen, dass dieser Anteil in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Vergleichsweise wurden laut einer Studie von Billentis bereits im letzten Jahr in Brasilien, Chile und Mexiko sowie in den skandinavischen Ländern mehr als 40% der Rechnungen elektronisch versendet.

Zahlungsmoral der deutschen Unternehmen erneut verschlechtert

Der Darmstädter Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode hat Anfang September den Zahlungsindex für August 2014 veröffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass sich die Zahlungsmoral der deutschen Unternehmen schon im achten Folgemonat negativ entwickelt hat und Unternehmen ihre Rechnungen zunehmend unpünktlich begleichen. Der Index befindet sich damit auf dem niedrigsten Stand seit Januar 2011.

Mobiles bezahlen mit Apple Pay ab Oktober in den USA möglich

Zusammen mit der Einführug der neuen iPhones 6 und 6 Plus hat Apple am 09.09.2014 auch das Bezahlsystem Apple Pay angekündigt.

Ab Oktober kann in den USA bei Apple Retail Stores und weitern Händlerketten per NFC bezahlt werden. Dabei werden aus Bank- und Kreditkartendaten einzigartige Geräte-Kontonummern erzeugt, die sicher im Secure Element gespeichert werden. Beim Händler vor Ort muss dann nur noch der NFC-Chip an das Bezahlterminal gehalten werden, die Autorisierung erfolgt über die Touch ID, also den Fingerabdruckscan auf dem iPhone.

Apple könnte mit der Einführung von Apple Pay dem Mobile Payment zum Durchbruch verhelfen und NFC als Standardtechnologie für mobiles Bezahlen  implementieren. Ob Mobile Payment dadurch aber auch in Deutschland stärker genutzt wird bleibt abzuwarten.

Führt Apple Mobile Payment ein?

Gerüchten im Internet zu Folge wird das neue iPhone 6, das am 9. September offiziell vorgestellt wird, mit einem NFC-Chip ausgestattet sein. Zudem soll Apple angeblich Verträge mit Kreditkartenanbietern abgeschlossen haben, um so eine Bezahlfunktion auf dem iPhone 6 anzubieten.

Sollten sich diese Gerüchte bewahrheiten, könnte es sein, dass Apple damit dem bisher eher mäßig erfolgreichen Mobile Payment-Markt zu neuem Schwung verhilft. Ob Mobile Payment dadurch allerdings auch in Deutschland besser akzeptiert wird, ist unklar. Es bleibt spannend!