Immer mehr Macht dem CFO – neue Studie zur Rolle des CFO

Nach dem die Kosteneinsparungen langsam an die Grenzen stossen, nimmt der Einfluss der Zahlendreher in den Unternehmen immer mehr zu. Das Konzept der Financial Supply Chain, dass eine gleichgewichtige Optimierung in Bezug auf Kosten, Transparenz und Erlöspotenzialen nimmt Fahrt auf!

In einer aktuellen Studie befragte Accenture die Finanzchefs von 600 Unternehmen. Die Ergebnisse gehen in die richtige Richtung: Für die kommenen 2 Jahre geben noch 28 Prozent an, dass sie sich vor allem auf Kostenreduzierung konzentrieren wollen. Danach sieht das schon anders aus: Für 2016 gaben nur noch 16 Prozent der Befragten an, dass ihr Fokus dann auf Sparen liege. Wichtiger werden Wachstumsaktivitäten – folglich die andere Seite eines integrierten FSCM. Es gilt in den kommenden Jahren die Basis für Wachstumschancen zu legen, dazu gehören mit Sicherheit Themen zur Digitalisierung – wie u.a. der elektronische Rechnungsaustausch!

 

Verwaltungen nehmen bei der elektronischen Rechnung eine Vorreiterrolle ein!

Im öffentlichen Sektor zeigen sich die Herausforderungen der aktuellen Wirtschaftslage besonders stark: Sei es der demografische Wandel, eine neue Regierung oder auch die prinzipielle Knappheit an Mitteln – aktuell scheint es keinen Raum für große Change-Projekte zu geben. Doch genau eine solche Situation kann sich zum entscheidenden Treiber für die Umstellung auf elektronischen Rechnungsverkehr entwickeln, auch in der Privatwirtschaft.

Das dauerhafte Einsparpotenzial der Rechnungsbearbeitungskosten in der öffentlichen Verwaltung beziffert sich auf 60 – 80%, deutschlandweit entspricht dies etwa 6,5 Milliarden Euro jährlich. Zudem amortisieren sich die Einführungskosten eines elektronischen Rechnungsworkflows bereits nach 1,5 Jahren (Billentis, 2014). Weiterlesen…

Nach Österreich führen auch die Schweizer die eRechnung verbindlich ein!

Nach der Verpflichtung auf elektronische Rechnungen im Geschäftsverkehr mit der öffentlichen Verwaltung in Österreich haben die Schweizer nun nachgezogen. Der Bundesrat hat letzte Woche beschlossen, die Lieferanten der Bundesverwaltung zur Einreichung von elektronischen Rechnungen zu verpflichten. Diese Verpflichtung gilt ab dem 01.01.2016 und bezieht sich zunächst nur auf Rechnungen > 5.000 Franken. Damit hat man, vor allem den Bedürfnissen der kleinen Unternehmen Rechnung getragen und aus der Einführung in Österreich gelernt. In Deutschland verfolgt man mit der Etablierung des Standards ZUGFeRD einen anderen Weg, Rechnungen sollen auf freiwilliger Basis elektronisch ausgetauscht werden – dies ist ein guter Ansatz, aber jetzt gilt es noch die entsprechenden Vorteilsargumentationen und „einfachen“ Lösungen für alle Marktteilnehmer zu etablieren. Mit unserem vom BMWI geförderter Forschungsprojekt (www.e-docs-standards.de) erarbeiten wir hier aktuell Lösungen und Argumentationen.