Zahlungsmoral der deutschen Unternehmen erneut verschlechtert

Der Darmstädter Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode hat Anfang September den Zahlungsindex für August 2014 veröffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass sich die Zahlungsmoral der deutschen Unternehmen schon im achten Folgemonat negativ entwickelt hat und Unternehmen ihre Rechnungen zunehmend unpünktlich begleichen. Der Index befindet sich damit auf dem niedrigsten Stand seit Januar 2011.

Unzureichende Finanzierung deutscher Unternehmen

Laut einer Studie von Creditreform sind 272.000 Unternehmen in Deutschland nicht ausreichend finanziert. Diese wird aus einer unpünktlichen Zahlung und niedrigem, bzw. negativen Eigenkapital abgeleitet. Vor allem unter der Annahme von steigenden Zinsen in Zukunft kann dies zu verstärkten Problemen führen. Hier gilt es frühzeitig durch ein effizientes Financial Supply Chain Management dagegenzuwirken – Überprüfen SIe Ihr gebundenes Kapital und Ihre Prozesse im Order-to-Cash und Purchase-to-Pay!

Alternative Finanzierungsformen: Nischenprodukt oder Konkurrenz für etablierte Banken?

Crowdfunding und -investing erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das Finanzierungsvolumen im ersten Halbjahr 2014 stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 60% auf 8,3 Mio. Euro (Quelle: fuer-gruender.de). Der Markt wächst stetig und ein Ende des Wachstums ist noch nicht in Sicht. Die gewonnen Marktanteile sind zwar noch überschaubar, aber der Druck steigt, den die neuen Anbieter auf das klassische Kreditgeschäft ausüben steigt.

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EU senkt Kreditkartengebühren in großem Umfang ab November 2014

Nach einem Verordnungsvorschlag der EU-Kommission, müssen die Transaktionsentgelte bei Kredit- und bei Debitkarten auf 0,3 bzw. 0,2 Prozent gesenkt werden. Dies ist vorerst nur ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer entsprechenden Gesetzgebung, an einer mehrheitlichen Verabschiedung der neuen Interchange-Verordnung wird aber nicht gezweifelt. In Deutschland beträgt das durchschnittliche Disagio für Kreditkartenzahlungen aktuell rund 1,2 Prozent, speziell MasterCard und VISA müssen daher mit monetären Einschnitten rechnen.

Ob diese Gebührenreduktion an den Endkunden weitergegeben wird ist derzeit nicht zu prognostizieren, da die Kreditwirtschaft möglicherweise „Ersatzgebühren“ einführen könnte. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Kreditkartenakzeptanz im Handel weiter zunehmend wird, nach aktuellen Prognosen wird das Kreditkartenaufkommen um circa 50 Prozent steigen. In diesem Zug wird der Transaktionsanteil von Bargeld kontinuierlich sinken, da zunehmend neue Payment-Instrumente (Contactless Payment) als Substitut dienen – auch beim Begleichen von Rechnungen unter 25€, die aktuell primär mit Bargeld bezahlt werden.

Zahlungsverzug gefährdet die Wirtschaft

Verzögerte Zahlungen für Waren und Dienstleistungen führen bei 45% der Unternehmen in Österreich (europäischer Zahlungsindex) zu einem Liquidittäsproblem! Für Deutschland gibt es ähnliche Zahlen. Die EU-Richtlinie 2011/7/EU ermöglicht effizienzte Maßnahmen gegen verspätete Zahlungen. Nach 60 Tagen können Verzugszinsen in Höhe von 8% über dem Referenzinssatz der EU und eine Bearbeitungsgebühr von 40 € erhoben werden. Durch die aktive Umsetzung dieser Richtlinie sollen EU-weit 450.000 Jobs und 340 MRD € gesichert werden. Wichtig ist dabei nur, die notwendige Transparenz in Ihren Order-to-Cash und Purchase-to-Pay Prozessen zu haben. Hierzu kann u.a. unsere Projektangebot zum elektronischen Rechnungsaustausch oder einer Optimierung im Credit Management maßgeblich unterstützen.