Gegen Medienbrüche und wuchernde Kosten – Wie die E-Rechnung zur Sanierung von Krankenhäusern beiträgt

Die wirtschaftliche Lage der rund 2.000 Krankenhäuser in Deutschland ist angespannt wie selten. Rund 30 % der Häuser saldierten im Jahr 2013 auf Konzernebene ein negatives Ergebnis. Fast jedes fünfte Krankenhaus befindet sich in akuter Insolvenzgefahr. Die Optimierung interner Prozessabläufe steht damit an vorderer Stelle, stellt sich jedoch aufgrund der heterogenen Systemlandschaft bei vielen Krankenhäusern als Herausforderung dar. Im Rechnungswesen lassen sich allerdings auch Potenziale identifizieren, die verhältnismäßig einfach zu heben sind. Der Einsatz von innovativen Prozessen und Services verspricht vor allem bei dem zentralen Dokument Rechnung nachhaltige Linderung des Kostendrucks.

Eine Berechnung von Bonpago schätzt das jährliche Einsparvolumen in deutschen Krankenhäusern bei UAbbildung blogmstellung auf elektronischen Rechnungseingang in Kombination mit einer ebenfalls elektronischen Rechnungsbearbeitung auf bundesweit etwa 264 Millionen Euro. Das sind im Durchschnitt über 130.000 Euro pro Krankenhaus jährlich (siehe Bild).

Und das hier betrachtete Einsparpotenzial bezieht sich rein auf die Rechnungsbearbeitung. Der Nutzen der E-Rechnung liegt ja nicht zuletzt auch in der steigenden Datenqualität und in der Vernetzung mit den Lieferanten in der Supply Chain. Diese Vorteile sind die Basis für innovative Werkzeuge zur Echtzeit-Datenanalyse und zur Liquiditätsoptimierung, welche das Einsparpotenzial je nach Größe des Krankenhauses noch einmal erheblich erhöhen.

Allerdings ist auch der richtige Therapieplan entscheidend: Viele Krankenhäuser gehen die Umstellung suboptimal an, indem sie zuerst (und oft ausschließlich) direkt bei Softwareanbietern anfragen – zumeist jene, von denen sie bereits Services nutzen. Diese Firmen vermitteln dann nur jene Technologien, die sie selbst anbieten bzw. jene Dienstleister und Dienstleistungen, mit denen sie im Hintergrund Kooperationsverträge abgeschlossen haben. Im Vergleich wäre das so, als wenn Sie sich direkt von einem Pharmaunternehmen Medikamente verschreiben lassen und keinen objektiv entscheidenden Arzt hinzuziehen.

Ein typisches Resultat beim Rechnungseingang: Statt einer „schlanken“ E-Rechnungs-Lösung, die passgenau die Bedürfnisse abbildet, wird eine teure Scaninfrastruktur mit angehängter OCR-Software zum Auslesen der Rechnungsdaten eingeführt. Weder ist so dem Medienbruch bei den eingehenden Rechnungen beizukommen (diese Lösung fördert ja geradezu den Papierversand), noch ist der Neuaufbau solcher Strukturen aus einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu rechtfertigen – zumindest, wenn man die zahlreichen Alternativen jenseits dieses eng begrenzten Anbieter-Universums kennt. An dieser Stelle werden die Vorteile einer neutralen, rein an den Kundenbedürfnissen ausgerichteten Beratung deutlich.

Ausgerichtet an einem typischen Umstellungsprozess über die Schritte ProzessanaAbbildung 2 bloglyse und -anpassung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Lösungs- und Anbieterauswahl, bis hin zum Roll-out, lassen sich die grundsätzlichen Ziele einer Umstellung darstellen (siehe Bild).

Die Umsetzung dieser Meilensteine gewährleistet die Wahl einer ökonomisch und technologisch nachhaltigen Lösung, mit der sich die oben genannten Einsparpotenziale auch langfristig realisieren lassen.

 

 

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