Mobile-Payment: Wo geht die Reise hin!

Zurzeit ist Bewegung rund ums mobile Bezahlen zu verzeichnen. Die ersten StartUps mit innovativen Ideen sind schon wieder vom Markt verschwunden (bspw. SQWALLET oder Paymey). Die großen Internet-Konzerne wie Google (Google Wallet) und Apple (Apple Pay) bringen ihre eigenen Bezahldienste in Stellung. Die Finanzinstitute spielen natürlich auch noch mit (girogo, paydirekt).

Aber wo geht die Reise hin? Welches Bezahlsystem wird sich durchsetzen?

Die Frage ist natürlich nicht so einfach zu beantworten. Klar ist aber, aktuell gibt es zu viele Spieler auf dem Markt. Nur wer eine große Akzeptanz bei den Kunden und vor allem bei den Geschäften erreicht und damit die entsprechenden Skaleneffekte aufweisen kann, wird sich am Markt etablieren. Kein Mensch nutzt eine Bezahlmethode, die nur in einem bestimmten Geschäft akzeptiert wird. Eine Ausdünnung und Konsolidierung muss und wird stattfinden.

Google und Apple haben wohl die besten Chancen, sich dauerhaft zu etablieren. Dies liegt vor allem daran, dass sie Mobile Payment nicht als eigenständiges Produkt sehen, sondern als eine sinnvolle Zusatzfunktion ihrer vorhandenen Produktpallette (iPhone, Apple Watch). Die potentielle Kundschaft ist also sehr hoch, da jeder der ein iPhone besitzt (14 % Marktanteil – Stand Q2 2015) automatisch Apple Pay dabei hat. Die Hürde es mal auszuprobieren und dann dauerhaft zu nutzen ist dagegen sehr niedrig.

Auch die Banken und Kreditkarteinstitute werden ihre Mobile Payment Lösungen am Markt in irgendeiner Form etablieren können und auch das NFC-Verfahren ist zurzeit noch ein gängigeres Zahlungsmittel als Mobile Payment. Zu dem sind sie noch immer der zuverlässigen, etablierten und seriösen Partner.

Was bleibt da noch für die kleineren Anbieter übrig? Wollen sie am Markt bestehen, müssen sie sich auf Nischen konzentrieren. Nur dort besteht tatsächlich eine Chance sich dauerhaft festzusetzen. MyTaxi aber auch Starbucks haben das erfolgreich vorgemacht. Die Etablierung einer generellen Zahlungsmethode bleibt den Großen vorbehalten.

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