EU senkt Kreditkartengebühren in großem Umfang ab November 2014

Nach einem Verordnungsvorschlag der EU-Kommission, müssen die Transaktionsentgelte bei Kredit- und bei Debitkarten auf 0,3 bzw. 0,2 Prozent gesenkt werden. Dies ist vorerst nur ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer entsprechenden Gesetzgebung, an einer mehrheitlichen Verabschiedung der neuen Interchange-Verordnung wird aber nicht gezweifelt. In Deutschland beträgt das durchschnittliche Disagio für Kreditkartenzahlungen aktuell rund 1,2 Prozent, speziell MasterCard und VISA müssen daher mit monetären Einschnitten rechnen.

Ob diese Gebührenreduktion an den Endkunden weitergegeben wird ist derzeit nicht zu prognostizieren, da die Kreditwirtschaft möglicherweise „Ersatzgebühren“ einführen könnte. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Kreditkartenakzeptanz im Handel weiter zunehmend wird, nach aktuellen Prognosen wird das Kreditkartenaufkommen um circa 50 Prozent steigen. In diesem Zug wird der Transaktionsanteil von Bargeld kontinuierlich sinken, da zunehmend neue Payment-Instrumente (Contactless Payment) als Substitut dienen – auch beim Begleichen von Rechnungen unter 25€, die aktuell primär mit Bargeld bezahlt werden.