E-Rechnung und die Öffentliche Verwaltung… aber Unternehmen müssen auch E-Rechnungen liefern!

Der elektronische Rechnungsaustausch hat viele Vorteile. Unsere gemeinsame Studie mit der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, die das BMI in Auftrag gegeben hatte, zeigt Potenziale von bis zu 120 Millionen Euro für die öffentliche Verwaltung. Auf der CeBIT hat die Leiterin des Referats, Fr. Mayer, auf das Henne-Ei-Problem beim elektronischen Rechnungsaustausch hingewiesen. Neben der technischen Umsetzung in den Verwaltungen machte Gabriele Mayer, Leiterin des Referats Finanzmanagement beim Bundesverwaltungsamt (BVA) und dort zuständig für das Thema E-Rechnung, auf ein anderes Problem aufmerksam: “Die Verwaltung ist darauf angewiesen, dass die Unternehmen auch E-Rechnungen liefern.“ (Quelle: Behördenspiegel) – Wir zeigen Ihnen den richtigen Weg!

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Verwaltungen nehmen bei der elektronischen Rechnung eine Vorreiterrolle ein!

Im öffentlichen Sektor zeigen sich die Herausforderungen der aktuellen Wirtschaftslage besonders stark: Sei es der demografische Wandel, eine neue Regierung oder auch die prinzipielle Knappheit an Mitteln – aktuell scheint es keinen Raum für große Change-Projekte zu geben. Doch genau eine solche Situation kann sich zum entscheidenden Treiber für die Umstellung auf elektronischen Rechnungsverkehr entwickeln, auch in der Privatwirtschaft.

Das dauerhafte Einsparpotenzial der Rechnungsbearbeitungskosten in der öffentlichen Verwaltung beziffert sich auf 60 – 80%, deutschlandweit entspricht dies etwa 6,5 Milliarden Euro jährlich. Zudem amortisieren sich die Einführungskosten eines elektronischen Rechnungsworkflows bereits nach 1,5 Jahren (Billentis, 2014). Weiterlesen…

Europäische Kommission erarbeitet eine Richtlinie zum Austausch elektronischer Rechnungen

Die elektronische Rechnung ist kein neues Thema. Trotzdem ist sie in Unternehmen noch nicht als Standardprozess etabliert. Die Europäische Union arbeitet an einer Richtlinie, die dies ändern soll. Diese Richtlinie soll den Austausch elektronischer Rechnungen grenzüberschreitend erleichtern. Die Teilnahme an Ausschreibungen staatlicher Auftraggeber ist somit auch für Unternehmen möglich, die einem anderen EU-Mitgliedstaat angehören. Dieser Schritt soll dazu beitragen, die Akzeptanz elektronischer Rechnungen europaweit zu steigern.

 

Gute Erfahrungen mit elektronischen Rechnungen in Österreich

Anlässlich der 100.000sten eingegangenen elektronischen Rechnung zieht das Österreichische Bundesministerium für Finanzen (BMF) eine erste positive Bilanz. Seit dem 1. Januar 2014 müssen alle Rechnungen über Waren oder Dienstleistungen an den Bund in elektronischer Form eingereicht werden. Mit dieser Umstellung sollen Unternehmen dazu ermutigt werden, elektronische Rechnungen auch im B2B Bereich einzusetzen und so das volle Kosteneinsparungspotential der E-Rechnungen zu realisieren. Dieses wird innerhalb Österreichs auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Der Eingang an elektronischen Rechnungen entspricht derzeit der Anzahl der zuvor eingegangenen papierbasierten Rechnungen, was für die Benutzerfreundlichkeit des Systems spricht. Bestätigt wird dies durch die sehr geringe Anzahl der aufgrund von formalen Fehlern zurückgewiesenen Rechnungen. Zusammenfassend lässt sich die Einführung der elektronischen Rechnung in der öffentlichen Verwaltung in Österreich durchaus als vollen Erfolg bezeichnen.